UNSER LAND

Griechenland beschenkt uns mit Mythen und Traditionen. Wir führen sie fort.

Gaea (die Erde) hatte in diesem Land eine führende Position in Wirtschaft, Philosophie und Religion. Sie war die oberste Göttin, die alles überragende Mutter. In der griechischen Mythologie gab es Götter mit einer direkten Verbindung zur Natur, wie Demeter, die Göttin der Landwirtschaft, Artemis, die Beschützerin der Wildnis, und Dionysos, der Gott des Weines und der Reben.

Die Ernährung der antiken Griechen war geprägt von Simplizität und Genügsamkeit. Die Grundlage bestand aus dem sogenannten “mediterranen Dreieck:” Öl, Getreide, Wein. Gerstenbrot gedippt in Wein, begleitet von Oliven war ein typisches Frühstück.

ESSEN MIT FREUNDEN

Für die Griechen war das Abendessen immer ein soziales Ereignis. Seit den antiken Banketten und Symposien bis heute bevorzugen wir es, in Gesellschaft zu speisen. Man findet nicht viele Kulturen in denen die Tischregel lautet, von einem Teller zu essen – egal ob zu Hause oder im Restaurant. Wenn ein Grieche allein isst, stillt er lediglich seinen Hunger. Gemeinsam essen bedeutet Geschmack und Erfahrungen zu teilen.

KOCHEN IM WANDEL DER JAHRHUNDERTE

Oliven und Olivenöl waren immer Bestandteil der griechischen Ernährung. Im antiken Griechenland wurde der Olivenbaum als Heiligtum verehrt, war gleichgestellt sowohl dem Licht als auch dem Leben. Die Griechen waren die ersten, die den Olivenbaum im mediterranen Europa kultiviert haben. Erst vor kurzem ist bei Ausgrabungen auf der Insel Santorini ein versteinertes Olivenblatt gefunden worden, das laut Messungen mit der Radiokarbonmethode auf etwa 60.000 Jahre geschätzt wird. Zudem geben restaurierte Daten aus antiken Palastarchiven in Knossos (Kreta), Pylos und Mycenae (Peloponnes), die in Linearschrift B verfasst wurden, zahlreiche Hinweise auf den Anbau von Olivenbäumen, sowie Handelsrouten zum Vertreib des Öls über die gesamte prähistorische Ägäis.

Auch Wein gehört für uns immer noch zum Essen dazu. Im antiken Griechenland war er sogar Teil des Frühstücks und fand in den späteren Mahlzeiten umso mehr Gebrauch. Olivenöl und Wein waren außerdem Bestandteil antiker Heilkunst, da ihre medizinische Wirkung, die heute wissenschaftlich nachgewiesen ist, bereits damals beobachtet wurde.

Unser Land hat eine Wirtschaft entwickelt, die sich vor allem um den Olivenbaum, den Wein und die Weinrebe dreht. Oliven und Olivenöl sind auch heute noch unsere traditionellsten und gleichzeitig erfolgreichsten Exportprodukte.

DAS GUTE AM GRIECHISCHEN ESSEN

Einzigartige, schmackhafte Produkte von höchster Qualität

Griechenland ist gesegnet mit fruchtbaren Böden und einem hervorragenden, milden Klima. Griechische Produkte werden international geschätzt für ihre herausragende Qualität und ihren hohen Nährwert. Wegen der besonderen klimatischen Bedingungen ist in Griechenland nachhaltige Landwirtschaft die Norm. Aufgrund dessen behalten die Produkte ihren aromatischen Geschmack. Auf jedem Landabschnitt findet man ein anderes Mikroklima. So variieren die Produkte von Ort zu Ort. Eins ist ihnen allen gemeinsam: Sie sind wahrhaft köstlich!

DIE “GEHEIMNISSE” DER GRIECHISCHEN KÜCHE

Produkte traditioneller Landwirtschaft sind ein wesentlicher Bestandteil der griechischen Lebensart. Die klassische griechische Küche ist dank der reinen Zutaten sowie der griechischen Kräuter sehr reich an Geschmäckern. Gerade die Kräuter, die zumeist wild von den Bergen gesammelt werden, sind berühmt für ihr Aroma und ihre heilsame Wirkung.

Einzigartige Produkte von herausragender Qualität und Geschmack wie Oliven, Olivenöl, Käse, Wein, Honig, Essig, Gewürze und Fisch bilden die Basis der traditionellen griechischen Küche. Diese erfüllt auch die hohen geschmacklichen Ansprüche und Nahrungsbedürfnisse der modernen Gesellschaft. Die ‘Geheimnisse’ der griechischen Küche sind: Qualität, frische Zutaten, griechisches Olivenöl, Kräuter, Gewürze und vor allem Einfachheit.

DIE GASTRONOMIE IST EIN WAHRES ELEMENT DER KULTUR

Der internationale Ausdruck ‘Gastronomie” ist aus dem griechischen abgeleitet. Er setzt sich zusammen aus den Wörtern gaster (Magen) und nomos (Gesetz). Gastronomie charakterisiert die Kunst, zusammen gutes Essen zu genießen. Der Terminus umfasst alles: von der Auswahl der Lebensmittel, über die Zubereitung bis hin zum Servieren.

Die Gastronomie ist wahrhaftes Kulturelement einer jeden Region. In ihr kommen die Geschmacksbesonderheiten der lokalen Küche zum Ausdruck. Oft wird sie verbunden mit den qualitativen Eigenschaften der Gesellschaft. Außerdem enthält sie Elemente der Geschichte, der Bräuche und der Traditionen.

Die beste Art griechische Gastronomie kennenzulernen ist natürlich, in unser Land zu reisen und sich einen Eindruck von den Geschmäckern, Bildern und dem Empfinden aus erster Hand zu verschaffen. Die Einladung unser Land zu besuchen gilt immer!

MEDITERRANE ERNÄHRUNG

Frischer, gesünder, schmackhafter und einfach herzerwärmend!

Menschen, die rund ums Mittelmeer leben, haben bewiesenerweise eine höhere Lebenserwartung. Sie leiden seltener an Herzproblemen als Menschen in den westlichen Gesellschaften. Die Wissenschaft führt dies vor allem auf die Ernährung und den Gebrauch von Olivenöl zurück.

Basierend auf Ernährungsmuster aus den 1960er Jahren, die typisch für Kreta, den Rest Griechenlands und Süditalien waren, legt diese Form der Ernährung, neben körperlicher Aktivität, vor allem Wert auf reichlich pflanzliche Nahrung, frisches Obst als das tägliche Dessert und Olivenöl als primäre Fettquelle.

DIE KRETISCHE KÜCHE

Die kretische Küche bildet die Grundlage der mediterranen Ernährung. Ihr Kern besteht aus rein natürlichen Zutaten. Nahrung tierischen Ursprungs war zweitrangig. Allgemein ernährte man sich saisonal und regional. Auf diese Weise erübrigt sich eine allzu aufwendige Verarbeitung weitestgehend. Diese traditionelle Küche war bis in die 1960er Jahre weit verbreitet auf der Insel. Dann stieg der Lebensstandard und man begann sich mehr von tierischen Produkten und Fleisch zu ernähren.

“Der Gebrauch von Olivenöl ist ausschlaggebend in der mediterranen Ernährungspyramide: Obwohl die typische westliche und die mediterrane Ernährung beinahe denselben Fettgehalt aufweisen, ist letztere durch die einfach ungesättigten Fettsäuren wesentlich gesünder.”

Frische und getrocknete Früchte, Gemüse, heimische Wildkräuter, aromatische Pflanzen sowie Getreide wurden in großen Mengen verzehrt. Milchprodukte dagegen waren zwar täglicher Bestandteil, nahmen aber einen mittleren bis kleinen Stellenwert in der Ernährung ein. Geflügel und Fisch fanden sich in kleinen Quantitäten wöchentlich auf dem Speiseplan, während rotes Fleisch nur wenige male im Monat verzehrt wurde. Die Hauptzufuhr von Fett ging vom Olivenöl aus, welches nicht nur in Salaten, sondern auch beim Kochen vielseitig eingesetzt wurde. Schließlich wurde zum Dessert vor allem frisches Obst gereicht, während Süßigkeiten (wie traditionelles Honiggebäck) für spezielle Anlässe reserviert waren.

Der Gebrauch von Olivenöl ist ausschlaggebend in der mediterranen Ernährungspyramide: Obwohl die typische westliche und die mediterrane Ernährung beinahe denselben Fettgehalt aufweisen, ist letztere durch die einfach ungesättigten Fettsäuren wesentlich gesünder. Gesättigte Fettsäuren (auf tierischer Basis wie Butter oder Schmalz) mit Olivenöl zu ersetzen scheint in der Gesundheitsprävention einen großen Unterschied zu machen.

WELTKULTURERBE

Die mediterrane Ernährung aber ist mehr als nur Essen. Sie wurde 2013 in die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen. Ihre Relevanz wird in diesem Textauszug der Organisation ersichtlich.

“Gemeinsam essen ist die Grundlage der kulturellen Identität und der Kontinuität der Gemeinschaft im gesamten Mittelmeerraum. Es ist ein Moment des soziale Austausches und der Kommunikation, eine Bestätigung und Erneuerung der Familien,-  Gruppen- und Gemeinschaftsidentität. Die mediterrane Ernährung legt Wert auf Gastfreundlichkeit, Nachbarschaftlichkeit, interkulturellen Dialog und Kreativität, sowie einen Lebensstil, der geprägt ist von Respekt und Diversität…”